"Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten."
Aristoteles, griechischer Philosoph

Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben

Für Schulabgänger ist es nicht immer leicht, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden – besonders für jene, die keinen Hauptschulabschluss haben oder schulisch nicht besonders glänzen konnten. Daher gibt es für Schüler aus Integrationsklassen sowie aus ASO- und Förderklassen die Möglichkeit, ab dem 9. Schuljahr ein Berufsvorbereitungsjahr zu absolvieren.

Ziel dieses Jahres ist der Eintritt ins Berufsleben (Hilfstätigkeit, Teilqualifizierung, Lehre usw.) bzw. die Klärung der weiteren Schullaufbahn (Jugend am Werk, Berufsvorschule der Stiftung Jupident, Ausbildungszentrum Unterland, Fachwerkstätten usw.).

Der Unterricht richtet sich nach den Fähigkeiten und Möglichkeiten der einzelnen Schüler. Schlüsselqualifikationen werden gefördert: Arbeitshaltung (Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer, Fleiß), Umgang mit Arbeitskollegen (Teamfähigkeit, Freundlichkeit) und Vorgesetzten (Höflichkeit, Anstand), Umgang mit Maschinen und Material (Sorgfalt, Genauigkeit). Die klassischen schulischen Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen sowie Informatik werden je nach Bildungsstand individuell gefördert.

Im Laufe des Jahres werden systematisch persönliche Berufsperspektiven entwickelt. Berufspraktische Tage und Betriebsbesichtigungen werden durchgeführt, Telefonate für den Erstkontakt, Bewerbungsgespräche, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf ... werden geübt. Auch das lebenspraktische Training ist Teil des Schulalltags: Umgang mit Geld (Einzahlungen und Überweisungen), Postsendungen aufgeben, einkaufen und abrechnen, Dienste übernehmen.
Unterstützt werden wir von Mitarbeiterinnen des Instituts für Sozialdienste "Spagat" sowie vom Projekt "Dafür", das für die Arbeitsassistenz benachteiligter Jugendlicher in Vorarlberg aufgebaut wurde.

In diesem Jahr sollen die Jugendlichen lernen, für ihr Handeln und für ihre Entscheidungen selbst Verantwortung zu übernehmen. Die Zusammenarbeit mit regionalen Vereinen und Freizeitinstitutionen (Fitnesscenter, Bogenschützen, Kegelverein, "füranand" ...) helfen den Jugendlichen, die Möglichkeiten ihrer Freizeitgestaltung zu erweitern.

Die Klasse im Berufsvorbereitungsjahr

KL Robin Würtinger und Dani Feichter